Mieterstrom
PV-Mieterstrom automatisch abrechnen. Verbrauchsaufteilung in 15-Minuten-Intervallen nach dem Gleichzeitigkeitsprinzip, automatische Rechnungserstellung und Vertragsmanagement – alles in einer Plattform.
Mieterstrom-Funktionen
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PV-Konfiguration
PV-Anlage konfigurieren mit Mieter-Strompreis und Netzpreis. Drei Berechnungsmodi: Zweirichtungszähler, getrennte Zähler oder virtuelle Einspeisung.
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15-Minuten-Verbrauchsaufteilung
Exakte Zuordnung des PV-Eigenverbrauchs vs. Netzbezug pro Mieter in 15-Minuten-Intervallen – unabhängig davon, wann die Zähler abgelesen werden.
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Automatische Rechnungserstellung
Monatliche PV-Rechnungen mit getrennt ausgewiesenem PV- und Netzanteil werden automatisch generiert. Mit manueller Prüfung vor Versand.
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Mieterstrom-Verträge
Individuelle Lieferverträge pro Mieter erstellen und verwalten mit Start- und Enddatum.
PV-Erzeugung
3.180 kWh
Direktverbrauch
68 %
Belieferte Mieter
6
Autarkiegrad
72 %
So funktioniert die Mieterstrom-Abrechnung
Von der Zählerablesung bis zur fertigen Rechnung läuft die Abrechnung vollautomatisch in vier Schritten – im Hintergrund, alle 15 Minuten.
Zählerstände erfassen
Zählerstände kommen automatisiert per Schnittstelle oder werden manuell erfasst – für PV-Erzeugung, Netzbezug, Einspeisung und jede Wohnung. Die Ablesungen müssen dabei nicht in festen Abständen erfolgen.
Aufs 15-Minuten-Raster aufbereiten
MieterCloud rechnet die Ablesungen automatisch in ein lückenloses 15-Minuten-Raster um und ermittelt daraus den Verbrauch jedes Intervalls – auch wenn die Zählerstände unregelmäßig eintreffen.
PV-Anteil je Intervall verteilen
Für jedes Intervall wird der PV-Eigenverbrauch ermittelt (Erzeugung minus Einspeisung) und anteilig nach Verbrauch auf die Wohnungen verteilt. Was der PV-Strom nicht deckt, ist Netzbezug.
Monatliche Rechnung
Am Monatsende werden alle Intervalle summiert: PV-Anteil zum Mieterstromtarif, Netzanteil zum Netztarif. Die Rechnung wird automatisch erstellt und kann vor dem Versand geprüft werden.
Warum 15-Minuten-Intervalle?
Beim Mieterstrom gilt das Gleichzeitigkeitsprinzip: Nur Strom, der zeitgleich erzeugt und verbraucht wird, ist PV-Strom. Eine PV-Anlage produziert mittags am meisten – der Verbrauch vieler Haushalte liegt aber morgens und abends.
Eine einfache Jahres- oder Monatsbilanz würde Mietern PV-Strom zurechnen, den sie nie zeitgleich verbraucht haben. Deshalb rechnet MieterCloud im 15-Minuten-Raster – dem Standardintervall der Energiewirtschaft für Lastgangmessungen (RLM). So wird der günstige PV-Tarif exakt für den Verbrauch angesetzt, der tatsächlich aus der Anlage gedeckt wurde.
Das Ergebnis ist eine faire, nachvollziehbare und transparente Aufteilung: Wer tagsüber verbraucht, profitiert stärker vom Solarstrom – wer nachts verbraucht, zahlt für diesen Anteil den Netztarif.
Zählerdaten automatisch aufbereitet
In der Praxis treffen Zählerstände selten in perfekten Abständen ein – Ablesungen kommen verzögert, unregelmäßig oder je Zähler zu unterschiedlichen Zeitpunkten. MieterCloud bereitet die Rohdaten mit einem intelligenten Interpolationsverfahren automatisch zu einem lückenlosen 15-Minuten-Raster auf.
Sie müssen dafür nichts tun: Fällt die Datenübertragung vorübergehend aus, werden fehlende Intervalle automatisch nachgefüllt, sobald wieder Ablesungen vorliegen. Unplausible Werte – etwa durch einen Zählerwechsel – erkennt das System und fängt sie ab.
Das Ergebnis ist eine belastbare, lückenlose Datenbasis für die Abrechnung – ohne manuelle Nacharbeit, unabhängig davon, welche Zähler und Ablesezyklen im Objekt vorhanden sind.
Drei Berechnungsmodi für jedes Messkonzept
Je nach Anlage und Zählerausstattung unterscheiden sich Messkonzepte. MieterCloud unterstützt die drei gängigen Konstellationen – der PV-Eigenverbrauch ergibt sich in allen Modi aus Erzeugung minus Einspeisung.
Zweirichtungszähler
Ein bidirektionaler Netzzähler misst Netzbezug und Einspeisung als getrennte Werte, dazu ein Zähler für die PV-Erzeugung. Die häufigste Konstellation bei modernen Anlagen.
- PV-Erzeugungszähler
- Netzzähler mit Bezug & Einspeisung
Getrennte Zähler
Je ein eigener Zähler für PV-Erzeugung, Netzbezug und Netzeinspeisung. Typisch für Bestandsanlagen oder komplexere Messkonzepte.
- PV-Erzeugungszähler
- Netzbezugszähler
- Einspeisezähler
Virtuelle Einspeisung
Kein physischer Einspeisezähler vorhanden? Die Einspeisung wird rechnerisch ermittelt – der PV-Eigenverbrauch wird dabei durch den tatsächlichen Verbrauch begrenzt.
- PV-Erzeugungszähler
- Netzbezugszähler
- Einspeisung wird berechnet
Rechenbeispiel: Ein 15-Minuten-Intervall
So verteilt MieterCloud den PV-Strom in einem einzelnen Intervall. Angenommen: Mieterstromtarif 22 ct/kWh, Netztarif 35 ct/kWh. Die PV-Anlage liefert in diesem Intervall 1,0 kWh Eigenverbrauch, alle Wohnungen zusammen verbrauchen 2,5 kWh.
| Zähler | Verbrauch | PV-Anteil (40 %) | Netzanteil | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Wohnung A | 1,20 kWh | 0,48 kWh × 22 ct | 0,72 kWh × 35 ct | 35,76 ct |
| Wohnung B | 0,80 kWh | 0,32 kWh × 22 ct | 0,48 kWh × 35 ct | 23,84 ct |
| Allgemeinstrom | 0,50 kWh | 0,20 kWh × 22 ct | 0,30 kWh × 35 ct | 14,90 ct |
Jede Wohnung erhält denselben PV-Anteil an ihrem Verbrauch (hier 40 %: 1,0 kWh PV-Eigenverbrauch ÷ 2,5 kWh Gesamtverbrauch) – unabhängig davon, wann innerhalb des Intervalls verbraucht wurde. Über den Monat summiert ergeben die Intervalle die Rechnung: In sonnigen Mittagsstunden liegt der PV-Anteil oft bei 100 %, nachts bei 0 %.
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Häufige Fragen zur Mieterstrom-Abrechnung
Wie funktioniert die Verbrauchsaufteilung beim Mieterstrom?
MieterCloud teilt den Stromverbrauch in 15-Minuten-Intervalle auf. Für jedes Intervall wird berechnet, wie viel PV-Strom zeitgleich erzeugt und verbraucht wurde. Dieser PV-Eigenverbrauch wird anteilig nach dem Verbrauch der einzelnen Wohnungen verteilt – der Rest gilt als Netzbezug und wird zum Netztarif abgerechnet.
Was ist das Gleichzeitigkeitsprinzip bei Mieterstrom?
Nur Strom, der zeitgleich erzeugt und verbraucht wird, zählt als Mieterstrom. Eine reine Jahresbilanz wäre ungenau, weil die PV-Anlage mittags viel produziert, der Verbrauch aber oft abends anfällt. Deshalb rechnet MieterCloud im 15-Minuten-Raster – dem Standardintervall der Energiewirtschaft für Lastgangmessungen.
Müssen die Zähler in festen Abständen abgelesen werden?
Nein. Ablesungen können unregelmäßig eintreffen – MieterCloud bereitet die Zählerstände automatisch zu einem lückenlosen 15-Minuten-Raster auf und ermittelt daraus den Verbrauch jedes Intervalls. Manuelle Nacharbeit ist nicht nötig.
Was passiert, wenn die PV-Anlage nicht genug Strom für alle Mieter produziert?
Reicht der PV-Strom in einem Intervall nicht für den Gesamtverbrauch, wird der verfügbare PV-Eigenverbrauch anteilig nach Verbrauch auf alle Wohnungen verteilt. Der verbleibende Verbrauch wird als Netzbezug zum Netztarif abgerechnet. Kein Mieter wird bevorzugt – jeder erhält denselben PV-Anteil an seinem Verbrauch.
Welche Zählerkonstellationen werden unterstützt?
MieterCloud unterstützt drei Messkonzepte: Zweirichtungszähler (ein Netzzähler misst Bezug und Einspeisung), getrennte Zähler (je ein Zähler für PV-Erzeugung, Netzbezug und Einspeisung) sowie virtuelle Einspeisung (ohne physischen Einspeisezähler, die Einspeisung wird rechnerisch ermittelt).
Was passiert bei Lücken in den Zählerdaten?
Ein Backfill-Mechanismus füllt fehlende Intervalle automatisch nach, sobald wieder Ablesungen vorliegen – etwa nach einem Ausfall der Datenübertragung. Unplausible Werte, zum Beispiel negative Verbräuche durch einen Zählerwechsel, werden automatisch abgefangen.
Wie oft werden Mieterstrom-Rechnungen erstellt?
MieterCloud erstellt monatlich automatisch eine Rechnung pro Mieterstrom-Vertrag mit getrennt ausgewiesenem PV-Anteil und Netzanteil. Vor dem Versand können Sie jede Rechnung manuell prüfen.
Mieterstrom Abrechnung – PV-Mieterstrom Software für Vermieter
Mieterstrom bezeichnet Solarstrom, der auf dem Dach eines Mietobjekts erzeugt und direkt an die Bewohner geliefert wird. Die korrekte Abrechnung ist komplex: Nach dem Gleichzeitigkeitsprinzip darf nur der Strom als PV-Strom abgerechnet werden, der zeitgleich erzeugt und verbraucht wurde. Das erfordert eine Verbrauchsaufteilung in kurzen Zeitintervallen, die Unterscheidung von PV-Anteil und Netzanteil pro Mieter sowie monatliche Rechnungen mit getrennten Tarifen.
MieterCloud automatisiert diesen gesamten Prozess: Zählerstände werden automatisch zu einem lückenlosen 15-Minuten-Raster aufbereitet – dem Standardintervall der Energiewirtschaft für Lastgangmessungen – auch wenn Ablesungen unregelmäßig eintreffen. Für jedes Intervall ermittelt die Software den PV-Eigenverbrauch der Anlage (Erzeugung minus Einspeisung) und verteilt ihn anteilig nach Verbrauch auf die Wohnungen. Datenlücken werden automatisch geschlossen, unplausible Werte abgefangen. Am Monatsende entsteht daraus für jeden Mieterstrom-Vertrag eine transparente Rechnung mit ausgewiesenem PV- und Netzanteil.
Drei Berechnungsmodi decken alle gängigen Messkonzepte ab – vom Zweirichtungszähler über getrennte Zähler für Erzeugung, Bezug und Einspeisung bis zur virtuellen Einspeisung ohne physischen Einspeisezähler. So eignet sich MieterCloud für Neuanlagen ebenso wie für Bestandsanlagen mit gewachsener Zählerstruktur.